Das Rote Schulhaus – 1888 als Mädchenschule im Bayerischen Wald im Ortskern von Rinchnach neben dem Kloster erbaut. Bis 2012 fand hier noch der Werk- und Kunstunterricht der Grund- und Mittelschule Rinchnach statt. Das Gebäude in unverputzter Ziegelbauweise wurde mit zwei großen Lehrsälen und zwei Lehrerdienstwohnungen konzipiert, dazu gehört ein Waschhaus mit Holzleg im Schulgarten.


Als sich die Gemeinde entschließt, das denkmalgeschützte Gebäude zu verkaufen, bekommt eine junge Familie aus München den Zuschlag, die ursprünglich aus der Gegend kommt. Das Obergeschoss wollen die neuen Besitzer privat nutzen und bauen es zu einer Wohnung um. Das Erdgeschoss wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – als Museum Rotes Schulhaus. Drei Galerieräume, die Raum geben sollen, um Kunst und Kultur zu gestalten und zu fördern. In Kooperation mit dem Weißen Schulhaus in unmittelbarer Nachbarschaft entsteht ein Museums- und Kulturquartier in Rinchnach, das Potenzial für eine »soziale Stadt« schafft und überregional ausstrahlen wird. Einen gemeinnützingen Verein »Rotes Schulhaus e.V.« gibt es schon, der das Museum betreiben wird.

In Zukunft öffnet sich diese Tür nicht mehr nur für Schüler-innen und Lehrer-innen der Grund- und Mittelschule Rinchnach, sondern für jeden, der die Galerieräumen im Roten Schulhaus besuchen möchte.

Vor dem alten Schulhaus laufen die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren. Grundleitungen werden freigelegt und erneuert.

Vor dem alten Schulhaus laufen die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren. Grundleitungen werden freigelegt und erneuert.

Aufgang ins Obergeschoss – ehemals in den oberen Lehrsaal, in Zukunft geht’s hier in die Wohnung der neuen Hausbesitzer.

Die historischen Fenster, Oliven und Fensterbeschläge werden soweit wie möglich erhalten und fachgerecht in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde instand gesetzt. Neu zu bauende Fenster werden detailgetreu dem ursprünglichen historischen Bestand entsprechend gefertigt.

Die historischen Fenster, Oliven und Fensterbeschläge werden soweit wie möglich erhalten und fachgerecht in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde instand gesetzt. Neu zu bauende Fenster werden detailgetreu dem ursprünglichen historischen Bestand entsprechend gefertigt.

Wir, das Studio Meichelböck, durften die Umsetzung des Konzepts in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden beratend und planerisch begleiten: Unter Brücksichtigung denkmalpflegerischer, brandschutztechnischer, bauplanungs- und bauordnungsrechtlicher Belange wurde von uns eine genehmigungsfähige Planung für die Umnutzung und den Umbau des Schulhauses erstellt. Begleitend zu den einzelnen Planphasen wurden die Kosten erfasst und abschließend eine detaillierte Kostenberchnung erstellt. Diese wird mit der Vergabe der Bauleistungen und dem Fortschritt auf der Baustelle stets fortgeschrieben und so eine Kostenkontrolle der Renovierungs- und Umbaumaßnahmen ermöglicht. Im von uns vorbereiteten Verfahren einer beschränkten Ausschreibung wurden Firmen gefunden und beauftragt, die dem denkmalpflegerischen Mehraufwand Herr werden.

 

 

Leistungsphasen 2 bis 7 – laufende Baustelle – Fotos Johannes Maria Haslinger 2020